Verwendung von Kräutern und Tipps zum Sammeln

Was kann aus Wildkräutern und Früchten zubereitet werden?

Salate, Suppen, Soßen, Gemüse, Pesto, Marmelade, Desserts und verschiedene  Getränke aus Wildkräutern, mit deren oft sehr hohen Vitamingehalten, Mineralien und vor allem Sekundärstoffen, können unsere Ernährung erheblich bereichern.

Als Vorspeise, als Beilage oder Hauptgericht, roh, gedünstet oder gekocht, eingemacht und zum Würzen gibt es unendlich viele Variationsmöglichkeiten in der Kräuterküche.

Von einfachen, schnell zuzubereitenden Mahlzeiten bis hin zur Sterneküche lassen sich die leckersten Gerichte zaubern, oder man fügt Wildkräuter einfach herkömmlichen Gerichten hinzu. Variationsreiche Getränke wie Tees, Limonade, Säfte, Sirup, bis hin zu Likören und Schnäpsen ergänzen Kräutermahlzeiten.


Was ist beim Kräutersammeln zu beachten?       

Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie hundertprozentig sicher bestimmen können! Es gibt in Mitteleuropa einige hochgiftige Pflanzen, deren Genuss schon in sehr geringen Mengen einen tödlichen Ausgang hat  !!

Die in der Literaturangabe mit  einem Sternchen gekennzeichneten Bücher sind für einen Einstieg in das Bestimmen und Sammeln von Wildkräutern geeignet.


Welche Pflanzenteile finden in der Küche Verwendung?

Blätter, Triebe, Stängel, Blüten, Wurzeln, Samen und Früchte bieten in Abhängigkeit von der jeweiligen Pflanze (nicht bei jeder Pflanze sind alle Teile verwendbar) und der Jahreszeit vielfältige Einsatzmöglichkeiten.


 Junge Blätter und Triebe

Junge Triebe sind in der Regel im Geschmack milder als ältere, man sammelt sie in am besten vor der Blüte (ausgenommen Pflanzen, deren Blüten vor den Blättern erscheinen, z.B. Huflattich). Viele Kräuter treiben nach einer Mahd nochmals aus, so dass man sie auch nach der ersten Blütezeit wieder ernten kann. Sie sind im Geschmack oft nicht mehr ganz so mild. Die Blätter vieler Wildkräuter lassen sich zu Salaten und  Gemüsegerichten, Suppen etc. verarbeiten. Blätter mit sehr intensivem Aroma eigenen sich zum Würzen.


Blüten und Knospen                   

Viele Knospen und Blüten lassen sich in der Küche verarbeiten. Sie schmecken in der Regel etwas milder als andere Pflanzenteile und sind kurz nach dem Aufblühen am schmackhaftesten. Aus Naturschutzgründen empfiehlt es sich, in freier Natur Blüten nur eingeschränkt zu sammeln, da sie wichtige Nahrungsquellen von bedrohten Wildbienenarten und Schmetterlingen sind. Kurz vor dem Rasenmähen Löwenzahnblüten oder Kleeblüten etc. zu pflücken, ist sicherlich eine gute Möglichkeit in den Genuss einer Mahlzeit mit Blüten zu kommen oder hieraus Getränke, Gelees und Nachspeisen zuzubereiten.


Samen/Früchte

Die Samen von einigen Pflanzen lassen sich in der Küche  verwenden. Zum Beispiel ergänzen Brennnesselsamen der weiblichen Pflanze oder die Samen der Knoblauchrauke einen Salat oder man fügt sie dem Müsli oder Suppen hinzu. Sie eignen sich oft auch zum Ausbacken. Aus vielen Früchten lassen sich Gelees, Marmelade, Tees, Liköre und Mixedgetränke herstellen.


Wurzeln:

Einige Pflanzenwurzeln lassen sich kulinarisch verwerten.  Ausgegrabene Pflanzen in der Natur haben aber oft keine Überlebenschance. Um Wurzeln kulinarisch zu nutzen, kann man sehr gut Wildkräuter wie wilde Möhre, Löwenzahn etc.im eigenen Garten kultivieren.


Wo sind geeignete Sammelorte?


Als Sammelorte eignen sich abseits von viel befahrenen Straßen unbewirtschaftete, nicht unter Naturschutz stehende Wiesen, (ggf. Eigentümer um Erlaubnis biten), sowie von Spaziergängern nicht genutzte oder wenig frequentierte Weg- und Gebüschränder, die auf dem Land häufig zu finden sind. 

Viehweiden und gedüngte Wiesen sollte man meiden. Es ist wichtig zu wissen, ob man sich in einem Naturschutzgebiet aufhält, da hier das Abtrennen von Pflanzenteilen untersagt ist. 

Weiterhin ist zu beachten, nicht massenweise Pflanzen aus der Natur zu entnehmen und nur dort, wo genügend Exemplare einer Art  vorhanden sind. Es empfiehlt sich auch, nur Teile einer Pflanze zu nutzen, damit diese weiter existieren kann. Ein Körbchen mit Blättern und Beeren für den Eigenbedarf ist erlaubt.

Ein guter Sammelort ist der eigene Garten. Wenn ein Rasen nur noch 2 – 3  Mal im Jahr gemäht wird, werden sich im Laufe der Zeit viele Wildkräuter ansiedeln können, die auch so manchen Kleintieren, wie z.B. Wildbienen eine Nahrungs- und Lebensgrundlage geben.


Wie können Wildkräuter aufbewahrt werden ?

Als Sammelbehälter eignen sich auch Plastiktüten; im Unterschied zu Pilzen kann man Wildkräuter dort gut aufbewahren und sie können länger frisch gehalten werden.


Besteht Gefahr durch den Fuchsbandwurm?

Der Fuchsbandwurm ist ein vom Fuchs übertragbarer Parasit, der beim Menschen die lebensgefährliche Echinokkose auslösen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, sich beim Kräutersammeln mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, wird als äußerst gering angesehen und ist beim Verzehr von im Freien angebauten Produkten wie Salat und Erdbeeren  genauso gegeben. Ein höheres Risiko, mit dem Fuchsbandwurm in Kontakt zu kommen, haben Landwirte und Hundehalter.

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