Spitzwegerich

Plantago lanceolata                                            

Blütezeit: Mai – September

H: 10  - 40 cm

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Der Spitzwegerich gehört zusammen mit dem breit - und dem mittleren Wegerich zu der Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse. Der Spitzwegerich ist gut an seinen Blättern erkennbar, er bildet eine bodennahe Rosette. Die Blätter sind lanzettlich geformt und haben 5 -7  länglich verlaufende Blattnerven. Die Blütenstängel sind blattlos, die bräunlichen Blüten sind in einer eiförmigen Ähre  angeordnet. Auffällig lang sind die weiß/gelblichen Staubblätter. Der Spitzwegerich ist ein häufig anzutreffendes Kraut auf Wiesen, Weiden, Wegen – und Wegrändern, wie der Name es besagt.

Verwendung

In der Küche ist Spitzwegerich vielseitig verwendbar. Er eignet sich für Salate, Gemüse, Suppen, Spinatgerichte  oder als Zutat für Omletts und Eierspeisen.

Die in der Mitte der Blattrosette verwendeten Blätter haben das schmackhafteste Aroma. Die ab dem Spätsommer entstehenden Samen kann man dünsten oder  die verschiedensten Gerichte damit verfeinern. Ebenso verwendbar ist der mittlere und der Breitwegerich.

Geschichtliches

In Pollenanalysen konnte festgestellt werden, dass Wegerichgewächse bereits im Neolithikum eine verbreitete Pflanze waren, die häufig auf festgetretenen und ersten gepflasterten Wegen zu finden waren. Viele Wege dienten sakralen Handlungen, die den verschiedenen Göttern gewidmet waren. Der Wegerich verkörperte für die damaligen Menschen die Vegetations- und Totengöttin sowie den Totengott.

Im antiken Griechenland war der Wegerich als Kraut der Proserpina / Persephone bekannt. Noch im Mittelalter kannte  man den Spitzwegerich unter dem Namen „ Herba proserpinacia“.

Die Lachner waren die Heiler bei den Germanen. Sie nutzten den Wegerich bei vielerlei Beschwerden und er war häufig Bestandteil von Salben.

Verschiedene Anwendungsspektren waren auch in außereuropäischen Kulturen bekannt. Im Himalajagebiet und in Russland verwendete man den Wegerich u.a. als Durchfallmittel und als blutstillendes Wundheilmittel. Im europäischen Mittelalter diente vor allem der Breitwegerich als blutstillendes Mittel. Wegerichgewächse wurden auch zur Herstellung von Salben genutzt. Auf den oft langen Reisen im Mittelalter stand der Wegerich im Dienste der arg geschundenen Füße. Man legte sich Wegerichblätter in die Schuhsohlen, damit die Füsse zu neuer Kraft gelangten und zu deren Kühlung. Zum Schutz gegen die Pest und böse Geister band man sich Wegerichwurzeln um den Hals.

Wissenswertes

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