Schierling

Conium maculatum

Blütezeit: Juni - September                                                                        

H:  80 -80 cm

Gefleckter Schierling 

Der gefleckte Schierling gehört zu der Pflanzenfamilie der Doldenblütler. Er zählt zu den giftigsten Pflanzen Europas. Der Stängel ist rund und hohl. Er hat feine Rillen. Kennzeichnend sind rot-braune Flecken im unteren Stängelbereich. Die Blätter sind 2-3 fach gefiedert, die zerrieben einen unangenehmer Geruch nach Mäuseharn entstehen lassen. Die Blüten, bestehend aus 5 weißen Blütenblättern, sind in großen Dolden angeordnet, die jeweils aus 10 – 20 kleineren Doldenstrahlen bestehen. An den großen und kleinen Dolden befinden sich kleine Hüllblätter.


Giftige Wirkstoffe

Die hochgiftige Pflanze enthält einige Alkaloide. Die Hauptalkaloide aus der Gruppe der Piperidine sind Coniin und y- Conicien, welche u. a Lähmungen verursachen und eine tödliche Wirkung haben.


Vorkommen 

Wegränder, Gräben


Geschichtliches

Unter weiteren volkstümlicher Namen finden  sich wegen  seiner narkotisierenden Wirkung die Namen Tollkraut und Tollkerbel. Bekannt war die hochgiftige Pflanze schon  im antiken Griechenland. Bereits erwähnt wurde der Schierlingsbecher, dessen Bezeichnung im Zusammenhang mit dem zum Tode verurteilten Philosophen Sokrates  geprägt wurde. Unter anderem wegen Gotteslästerung musste Sokrates dieses aus Schierlingsextrakten bestehende Getränk zu sich nehmen.

Er beschrieb dabei die verschiedenen  Symptome, wie Brennen im Mund, Erbrechen, Sehstörungen sowie die von den Füßen aufsteigende Lähmung über das Rückenmark mit darauffolgender Atemlähmung. Der für das Alkaloid Conium typische Vergiftungsprozess wurde von seinem Schüler Platon aufgezeichnet. Selbstmord war ein weiterer Verwendungszweck des Schierlings. Auf der griechischen Insel Kea war Selbstmord mit Schierlingsextrakten und anderen Pflanzengiften für Bewohner ab 70 Jahre in der Gesetzgebung verankert und konnte nach Zustimmung der Staatsdiener im Familienkreis ausgeführt werden. Im Mittelalter war der Schierling Bestandteil von Flugsalben, die auftretenden Halluzinationen – nach heutigen Erkenntnissen auch Vergiftungssymptome - vermittelten das  Gefühl fliegen zu können. In Klöstern fand der Schierling als Anaphrodesiakum ein Anwendungsgebiet. Medizinisch diente der Schierling als Schmerzmittel zur äußerlichen Anwendung bei Verstauchungen und Blutergüssen.

Wissenswertes

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